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Zecken bei Kindern – Symptome, Impfung & sichere Behandlung

Ein Ausflug in die Natur, ein Nachmittag im Garten, das Spielen am Waldrand oder in beliebten Stadtparks – Kinder lieben es, draußen aktiv zu sein. Doch genau hier lauert eine Gefahr, die vielen Eltern nicht sofort bewusst ist: Zecken. Bayern gilt laut aktueller Karte des Robert Koch-Instituts (RKI) als Hochrisikogebiet für die durch Zecken übertragene FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis). Kinder und Kleinkinder sind besonders gefährdet, da sie häufig auf dem Boden spielen und sich bevorzugt in hohem Gras oder Gebüsch bewegen, wo Zecken leicht übertragen werden können. 

Deshalb ist es wichtig, sich rechtzeitig mit dem Thema Zeckenschutz, Symptome nach einem Zeckenbiss und der möglichen FSME-Impfung bei Kindern zu befassen. Unsere Praxisklinik für Kinder und Jugendliche in München berät Sie dazu umfassend und bietet auf Wunsch auch den passenden Impfschutz für Ihr Kind an.

Symptome nach einem Zeckenbiss:
Woran Sie eine Infektion erkennen

Nicht jeder Zeckenbiss führt automatisch zu einer Erkrankung. Dennoch sollten Eltern aufmerksam sein und typische Anzeichen einer Infektion kennen. Die Symptome können je nach Erreger sehr unterschiedlich ausfallen:

Borreliose

Erste Hinweise sind eine kreisförmige Rötung um die Bissstelle (sog. Wanderröte), Fieber, Kopfschmerzen oder Juckreiz. Bei Kindern zeigen sich manchmal auch unspezifische Beschwerden wie Abgeschlagenheit oder Schmerzen in den Beinen.

FSME

Diese durch Viren verursachte Erkrankung verläuft häufig zweiphasig. Zunächst treten grippeähnliche Symptome auf wie Fieber, Gliederschmerzen und Übelkeit. In einer zweiten Phase kann es zu einer Entzündung der Hirnhäute oder des Gehirns kommen, was besonders für Kinder schwerwiegende Folgen haben kann.

Wichtig

FSME oder Borreliose?
Unterschiede im Überblick

Die folgende Tabelle zeigt Ihnen die wichtigsten Unterschiede zwischen den beiden häufigsten durch Zecken übertragenen Krankheiten bei Kindern:

MerkmalFSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)Borreliose (Lyme-Borreliose)
ErregerVirenBakterien (Borrelien)
ÜbertragungZeckenstich – direktZeckenstich – meist nach 12–24h
Inkubationszeit7–14 Tage3–30 Tage
FrühsymptomeFieber, Kopfschmerz, ErbrechenWanderröte, grippeähnliche Beschwerden
SpätsymptomeEntzündung von Hirnhäuten/GehirnGelenkentzündungen, Nervenschäden
TherapieSymptomatischAntibiotika
Impfung möglich?JaNein

Die FSME-Impfung ist besonders in Risikogebieten wie Bayern eine empfohlene Maßnahme zur Vorbeugung. Kinder können ab einem Alter von 1 Jahr geimpft werden. Unsere Praxis berät Sie gerne individuell zur Auffrischung der Zeckenimpfung und dem empfohlenen Impfplan.

Kinder vor Zecken schützen

Zusätzlich zur FSME-Impfung können gezielte Schutzmaßnahmen das Risiko eines Zeckenstichs weiter senken.

 Die wichtigsten Schutzmaßnahmen im Überblick:

  • Helle Kleidung tragen, um Zecken besser zu erkennen
  • Lange Hosen in die Socken stecken – besonders beim Spielen im Wald oder in Waldrandnähe
  • Zeckenschutzmittel (Repellentien) auf Haut und Kleidung auftragen
  • Nach dem Aufenthalt im Freien: Kind gründlich absuchen, besonders an Beinen, Achseln, Hals und Gesicht

Diese einfachen Regeln helfen dabei, Infektionen zu vermeiden und Eltern Sicherheit zu geben. Unsere Praxis in München unterstützt Sie gerne mit weiteren Informationen zum natürlichen Zeckenschutz bei Kindern.

Fun Fact:

Zecken richtig entfernen – was Eltern wissen sollten:

Zecken sollten so bald wie möglich nach dem Entdecken entfernt werden. Verwenden Sie dazu eine feine Pinzette oder spezielle Zeckenkarte. Setzen Sie das Werkzeug möglichst nah an der Haut an und ziehen Sie die Zecke langsam und gerade heraus – ohne zu drehen oder zu quetschen. Nach dem Entfernen sollte die Stelle sorgfältig desinfiziert werden.

Bleibt der Kopf der Zecke in der Haut, besteht in der Regel kein akutes Risiko. Der Körper stößt verbleibendes Gewebe oft selbstständig ab. Dennoch sollten Sie die Hautstelle in den folgenden Tagen beobachten: Entzündungszeichen, Rötung oder Schwellung sollten ärztlich abgeklärt werden. Unsere Praxisklinik entfernt verbliebene Rückstände sicher und berät Sie gerne individuell.


Diagnostik bei einem Zeckenbiss

Bei Verdacht auf eine Infektion nach einem Zeckenstich – etwa durch Symptome wie Fieber, Wanderröte oder anhaltende Müdigkeit – bieten wir eine gezielte medizinische Abklärung an. Dazu gehören unter anderem eine gründliche körperliche Untersuchung und bei Bedarf eine Blutuntersuchung zur Bestimmung von Antikörpern gegen Borrelien oder FSME-Viren. Je nach Befund leiten wir eine entsprechende Behandlung ein oder empfehlen weiterführende Maßnahmen. Unsere Praxis für Kinder und Jugendliche begleitet Sie verlässlich durch Diagnostik, Verlaufskontrolle und Therapie.

FSME-Impfung: Warum sie für Kinder sinnvoll ist

Die FSME-Impfung schützt zuverlässig vor einer durch Zecken übertragenen Virusinfektion. Gerade in Bayern, wo nahezu alle Landkreise als Risikogebiete gelten, ist eine Impfung laut Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) besonders ratsam. Kinder können ab dem vollendeten ersten Lebensjahr geimpft werden – je früher der Schutz aufgebaut wird, desto besser.

Die Impfung gegen FSME besteht in der Regel aus drei Dosen, die im Abstand von mehreren Monaten verabreicht werden. Eine Auffrischung erfolgt alle drei bis fünf Jahre. Unsere Praxis bietet sowohl Erstimpfungen als auch Auffrischungen an und erinnert Sie bei Bedarf gerne an anstehende Termine.

Die Impfung wird in der Regel gut vertragen. Leichte Nebenwirkungen wie Rötung an der Einstichstelle oder kurzfristiges Fieber können auftreten, schwerwiegende Reaktionen sind sehr selten. Sprechen Sie uns an – wir klären Sie umfassend über Nutzen und mögliche Risiken auf.

Wurde ein Kind bereits von einer Zecke gestochen, stellt sich oft die Frage, ob man es dennoch impfen sollte. Die Antwort lautet: Ja – allerdings nicht zur Behandlung einer möglichen Infektion, sondern zum Schutz bei künftigen Stichen. Da FSME-Viren direkt beim Stich übertragen werden, kann eine Impfung eine bereits erfolgte Ansteckung nicht mehr verhindern. Sie bietet jedoch einen wirksamen Schutz für kommende Aufenthalte in der Natur und sollte insbesondere in Risikogebieten wie Bayern möglichst frühzeitig erfolge.

Zecken erkannt? Impfschutz noch nicht vollständig?

FRAGEN & ANTWORTEN

Häufig gestellte Fragen zur Zöliakie

Unser Team freut sich auf euch!

Wie erkenne ich, ob mein Kind sich mit Borreliose infiziert hat?

Ein deutliches Anzeichen ist die sogenannte Wanderröte – eine ringförmige Rötung, die sich um die Bissstelle ausbreitet. Sie tritt meist einige Tage bis Wochen nach dem Zeckenstich auf. Weitere mögliche Symptome sind grippeähnliche Beschwerden, Gelenkschmerzen oder Müdigkeit.

Ab wann ist die FSME-Impfung für Kinder möglich?

Die Impfung kann ab dem vollendeten ersten Lebensjahr erfolgen. In Risikogebieten wie Bayern wird sie ausdrücklich empfohlen.

Was tun nach einem Zeckenbiss?

Entfernen Sie die Zecke möglichst schnell und vollständig. Beobachten Sie die Einstichstelle sowie das Allgemeinbefinden Ihres Kindes in den kommenden Tagen. Bei Auffälligkeiten oder Unsicherheit wenden Sie sich an Ihre Kinderärztin oder Ihren Kinderarzt.

Wie kann ich mein Kind beim Spielen draußen am besten schützen?

Achten Sie auf lange, helle Kleidung, nutzen Sie Zeckenschutzmittel und suchen Sie Ihr Kind nach dem Aufenthalt in der Natur nach Zecken ab. Das gilt besonders für schwer einsehbaren Stellen wie Nacken, Achseln oder hinter den Ohren.

Wann sollte ich mit meinem Kind in die Praxis kommen?

Sie sollten einen Termin in unserer Praxis vereinbaren, bei

• Verdacht auf Borreliose oder FSME
• entzündlichen Reaktionen an der Einstichstelle
• wenn die Zecke nicht vollständig entfernt werden konnte

Auch zur FSME-Impfung oder Beratung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Das sagen unsere Patienten

Seit der Geburt unseres Sohnes sind wir durchgehend in der M1 und speziell bei Herrn Dr. Mayer. Sämtliche Ärzte in der Praxis punkten mit ausgezeichnetem Fachwissen, einer perfekte Behandlungslösung (mit Erfolg), Informationen über die neusten Studienergebnisse und sind alle sehr herzlich zu unserem Sohn.

Armin Gusinjac, Papa