
Schwerpunkte
Bewährtes Standardverfahren: Magenspiegelung bei Kindern
„Die Magenspiegelung war recht unspektakulär. Unser Kind erhielt eine Kurznarkose, wurde untersucht und danach sind wir wieder nach Hause gefahren. Es gab keinerlei Probleme!“ So ähnlich schildern viele Eltern, die bei uns waren, ihre Erfahrungen mit der Magenspiegelung ihres Kindes. Wir erklären, was Sie darüber wissen müssen.
Was interessiert Sie am meisten?
Magenspiegelung bei Kindern:
Das Wichtigste in Kürze
- Die Magenspiegelung wird medizinisch Ösophagogastroduodenoskopie genannt. Dabei werden Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm untersucht. Sie gehört zu den sogenannten endoskopischen Untersuchungen (Endoskopie).
- Die Untersuchung gilt bei Kindern als sehr sicher.
- Die eigentliche Spiegelung dauert nur etwa 10–15 Minuten, insgesamt beträgt die Zeit von Betreten bis Verlassen der Praxis in der Regel 1,5–2 Stunden inklusive Aufwachphase.
- Die Untersuchung wird in schonender Kurznarkose durchgeführt.
Wann ist eine Magenspiegelung bei Kindern notwendig?
Bei einer Magenspiegelung untersucht der Kindergastroenterologe die oberen Abschnitte des Verdauungstrakts von innen. Wir können dabei die Speiseröhre, den Magen und den Zwölffingerdarm betrachten.
Diese Untersuchung ist ein wichtiges und wenig belastendes Verfahren. Damit können wir wiederkehrende ungeklärte Beschwerden im oberen Verdauungstrakt erkennen und manchmal direkt behandeln – in kurzer Zeit und meist völlig schmerzfrei. Dennoch prüfen wir vor jedem Eingriff genau, ob eine Magenspiegelung wirklich notwendig ist.
Wann eine Magenspiegelung bei Kindern und Jugendlichen sinnvoll sein kann:
Gut zu wissen!
Wir bieten Spiegelungen frühestens ab dem 3. Lebensjahr in diesem Konzept an. Die Narkose erfolgt durch ein sehr erfahrenes Team aus Fachärzten für Anästhesie, die als Chef- oder Oberärzte in Kinderkliniken gearbeitet haben bzw. weiterhin tätig sind. So wird Ihr Kind die gesamte Zeit fachärztlich betreut – ohne dass Assistenzärzte in Ausbildung die Untersuchung durchführen, wie es in Kliniken häufig der Fall ist.
Unser besonderer Ansatz
Als Praxisklinik sind wir in Deutschland einzigartig: Wir führen endoskopische Untersuchungen nicht in einer großen Klinik, sondern in einer kindgerechten Praxisumgebung durch. Dadurch ist der gesamte Aufenthalt deutlich kürzer – von „Tür rein“ bis „Tür raus“ in der Regel nur 1,5–2 Stunden. In vielen Kliniken ist dies nicht möglich, teilweise ist dort sogar eine Übernachtung nötig.
Magenspiegelung bei Kindern:
Was Eltern vorab beachten sollten
Der Eingriff ist für viele Kinder (und Eltern) mit Unsicherheit verbunden. Eine gute Vorbereitung – sowohl praktisch als auch emotional – hilft, die Magenspiegelung möglichst unbeschwert zu erleben.
Hier sind unsere Tipps:
Ablauf einer Magenspiegelung bei Kindern
01
Beratungsgespräch in ruhiger Atmosphäre
In der Kindergastroenterologie braucht es mehr als medizinisches Fachwissen – vor allem Einfühlungsvermögen und Geduld sind gefragt. Denn viele Kinder können ihre Beschwerden nicht genau benennen oder wollen nicht darüber sprechen. Deshalb nehmen wir uns Zeit, hören aufmerksam zu und begegnen Ihrem Kind mit Respekt und auf Augenhöhe.
Ist klar, dass eine Magenspiegelung ansteht, sprechen wir vorab mit Ihnen über den Ablauf der Gastroskopie, über mögliche Risiken und die Narkose Ihres Kindes. Außerdem beantworten wir Ihnen gern all Ihre Fragen.
02
Vorbereitung
Etwa 30 Minuten vor Beginn der Magenspiegelung erhält Ihr Kind eine Kurznarkose, damit es von der Untersuchung nichts mitbekommt. Sie dürfen Ihr Kind gerne bis in den Untersuchungsraum begleiten.
03
Magenspiegelung
Unser Ziel ist es, dass Sie und Ihr Kind jeden Schritt der Untersuchung und Behandlung nachvollziehen können. Daher erklären wir verständlich, was passiert.
Zu Beginn der Magenspiegelung erhält Ihr Kind eine schonende Kurznarkose, sodass es die Untersuchung nicht wahrnimmt. Sie dürfen Ihr Kind begleiten, bis es eingeschlafen ist. Während der Untersuchung selbst können Angehörige nicht anwesend sein – direkt nach dem Aufwachen dürfen Sie jedoch wieder bei Ihrem Kind sein.
Wenn ihr Kind tief schläft wird ein dünner, flexibler Schlauch (9mm Endoskop) über den Mund vorsichtig in Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm eingeführt. An der Spitze des Endoskops befindet sich eine kleine hochauflösende Video-Kamera, die die Schleimhaut in Echtzeit auf einem Monitor darstellt. So können wir Auffälligkeiten wie Entzündungen, Geschwüre oder andere Veränderungen sehen.
Wir nutzen ein besonders modernes Gerät, um höchstmöglichen Informationsgewinn aus den Spiegelungen zu ziehen. Stets entnehmen wir kleine Gewebeproben (Biopsien) an verschiedenen Stellen – auch dann, wenn die Schleimhaut unauffällig aussieht –, um z. B. eine Zöliakie oder eosinophile Ösophagitis sicher auszuschließen zu können.
Die Magenspiegelung dauert in der Regel nur rund 15 Minuten. Inklusive Narkose und Aufwachphase rechnen Sie am besten mit 40 bis 60 Minuten.
04
Nachsorge nach der Magenspiegelung
Im Anschluss wird Ihr Kind zunächst im Aufwachraum betreut. Dort überwachen wir den Kreislauf und messen beispielsweise den Blutdruck. Sobald es dem Kind besser geht, darf es wieder trinken und im Laufe des Tages auch normal essen. Die Ergebnisse der Untersuchung besprechen wir noch am selben Tag mit Ihnen. Bei Auffälligkeiten schicken wir Proben der Magenschleimhaut in unser internes Labor. Die Einschätzung der Daten und Gewebeproben dauert in unserem Labor 3 bis 4 Tage.
Vorteile unserer ambulanten Kinder-Magenspiegelung
- Kindgerechte Umgebung: Unsere Praxisklinik ist auf Kinder spezialisiert. Sie erwarten eine ruhige Atmosphäre, ein erfahrenes Team und eine kindgerechte Ansprache.
- Ambulant statt stationär: Ihr Kind kann am selben Tag wieder nach Hause – das reduziert Stress und ermöglicht es Ihrem Kind, sich in vertrauter Atmosphäre zu erholen.
- Kindergastroenterologie im Fokus: Die Untersuchung führt unser auf Kindergastroenterologie spezialisierte Kinderarzt Stefan Schlicht mit modernster Technik durch. Bei Bedarf arbeitet er interdisziplinär mit anderen Kinderfachärzten zusammen.
Ihr Kind braucht eine Magenspiegelung und Sie leben im Süden Münchens? Gerne sind wir in unserer Praxisklinik in Gauting für Sie da!
Bitte beachten Sie:
Unsere Praxisklinik bietet ausschließlich Magenspiegelungen für Kinder an. Darmspiegelungen gehören bislang nicht zu unserem Leistungsspektrum.

Unsere Experte in der pädiatrischen Gastroenterologie

Hr. Schlicht Kinder- und Jugendmediziner, Gastroenterologe (GPGE) und Neonatologe
Hr. Stefan Schlicht ist Ihr erfahrener Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin und verfügt über eine umfassende Expertise in der pädiatrischen Gastroenterologie. Mit seiner langjährigen Erfahrung in der Diagnose und Behandlung von Zöliakie und anderen gastrointestinalen Erkrankungen bietet Hr. Schlicht eine einfühlsame und kompetente Betreuung für betroffene Kinder und ihre Familien. Er ist darauf spezialisiert, individuelle Therapiepläne zu erstellen und die Gesundheit und das Wohlbefinden der kleinen Patienten nachhaltig zu fördern. Hr. Schlicht steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite, um die besten Behandlungsergebnisse zu erzielen und eine hohe Lebensqualität sicherzustellen.
FRAGEN & ANTWORTEN
Häufige Fragen rund um Magenspiegelungen bei Kindern



Unser Team freut sich auf euch!
Kann man bei Kindern eine Magenspiegelung machen?
Ja, eine ÖGD (Ösophago-Gastro-Duodenoskopie) ist auch bei Kindern möglich. Sie wird durchgeführt, wenn der Verdacht auf Erkrankungen im oberen Verdauungstrakt besteht. Kindergastroenterologen verwenden altersgerechte Instrumente und führen die Untersuchung in der Regel unter Narkose durch. Der Eingriff gilt als wenig belastendes Verfahren.
Was ist der Unterschied zwischen Magenspiegelung und Darmspiegelung?
Bei der Magenspiegelung (Gastroskopie) werden Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm untersucht. Die Darmspiegelung (Koloskopie) hingegen durchleuchtet den gesamten Dickdarm und meist auch das Ende des Dünndarms. Beide Verfahren dienen der Klärung verschiedener Fragestellungen. Auch die Vorbereitung auf die jeweilige Untersuchung unterscheidet sich.
Ab welchem Alter sollte man eine Magenspiegelung machen?
Eine Magenspiegelung kann grundsätzlich in jedem Alter durchgeführt werden – auch bei Säuglingen und Kleinkindern, wenn es medizinisch notwendig ist. Entscheidend sind die Beschwerden und der klinische Befund, nicht das Alter des Kindes. Auch bei Jugendlichen ist eine Magenspiegelung meist problemlos möglich. Bei Fragen beraten wir Sie gerne persönlich!
Ist eine Gastroskopie bei Kindern sicher?
Ja, die Gastroskopie gilt bei Kindern als sehr sicheres Verfahren. Sie wird unter kontrollierter Narkose von erfahrenen Kindergastroenterologen durchgeführt. Komplikationen sind selten, die Untersuchung erfolgt mit besonders kleinen Endoskopen. Die Risiken sind gering. Selten kann es zum Beispiel zu Reizungen, Blutungen oder Kreislaufreaktionen kommen.
Welche Krankheiten kann man bei einer Magenspiegelung sehen?
Bei einer Kinder-Magenspiegelung können zum Beispiel Zöliakie, Gastritis, Refluxösophagitis, Magengeschwüre, Infektionen (z.B. mit Helicobacter pylori), Schleimhautveränderungen oder Fremdkörper erkannt werden. Die Untersuchung ermöglicht auch die Entnahme von Gewebeproben zur genaueren Abklärung. Bei Verdacht auf Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes wie etwa eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung ist zusätzlich eine Darmspiegelung notwendig.
Das sagen unsere Patienten
Seit der Geburt unseres Sohnes sind wir durchgehend in der M1 und speziell bei Herrn Dr. Mayer. Sämtliche Ärzte in der Praxis punkten mit ausgezeichnetem Fachwissen, einer perfekte Behandlungslösung (mit Erfolg), Informationen über die neusten Studienergebnisse und sind alle sehr herzlich zu unserem Sohn.
Armin Gusinjac, Papa
